Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Themen und Ereignisse unseres Heimatvereins


50 Jahre historische Fotosammlungen im Heimatverein

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Der Heimatverein Rheine hat es sich zur Aufgabe gemacht, Vergangenes für die Gegenwart und damit für die Zukunft zu erhalten und zu bewahren. Um diesen Auftrag zu erfüllen, benötigt man Zeugen der Vergangenheit. Diese Zeitzeugen können auch Fotos oder Postkarten sein, die bildhaft eine lebendige Erinnerung an eine längst vergangene Zeit darstellen.

Seit dem Jahre 1968 gibt es im Heimatverein den Fachbereich „Historische Fotos“, der später in „Photohistorischer Arbeitskreis“ umbenannt wurde.

Karl-Georg Hoffkamp ist seit der Gründung Leiter dieses Arbeitskreises. Das Anliegen war zunächst, Bildmaterial zu sammeln und  dem fotografisch festgehaltenen Ereignis zuzuordnen, um dadurch ein aussagefähiges Archiv zu schaffen. Im Jahre 2008 wurden  dem Heimatverein von einem Gönner kostenlos zwei geeignete Räume überlassen, um ein Archiv einzurichten.

Aus dem anfänglichen kleinen Bestand ist zwischenzeitlich eine Sammlung mit über 100.000 Fotos entstanden, die alle digitalisiert und den betreffenden Ereignissen zugeordnet sind. Dabei wird bei neu hinzugekommenen Fotos immer versucht, Zeitzeugen zu finden, die das festgehaltene Ereignis inhaltlich erklären können.

Mittlerweile ist es in Rheine allgemein bekannt, dass bei Haushaltsauflösungen oder bei anderen Anlässen nicht mehr benötigte Fotos dem Arbeitskreis übergeben werden. Diese werden dann gesichtet, auf Verwendbarkeit überprüft, digitalisiert und ins Archiv eingestellt.

Im Jahre 2014 ging für den Arbeitskreis ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Der Heimatverein konnte an der Münsterstraße mitten in der Innenstadt im Schatten der St. Dionysius-Kirche, im historischen Becker`schen Haus ein Schaufenster anmieten. Dadurch ergab sich  die Möglichkeit, aus dem umfangreichen Archiv tagesaktuelle Foto-Serien zu bestimmten Anlässen zu zeigen, um zu dokumentieren, wie das Ereignis früher begangen und gefeiert wurde. Dieses Fenster bereichert die Innenstadt und wird oft als das Interessanteste Schaufenster der Stadt bezeichnet. Oft stehen Schaulistige davor  und erfreuen sich über gezeigten historischen Ereignissen, die sie teilweise noch miterlebt haben.

Im Jahre 2013 hat der Photohistorische Arbeitskreis aus dem umfangreichen Bildmaterial einen Bildband „Rheine – wie es war – wie es ist“  erstellt. Das Interessante daran ist, dass Hunderte alter historischer Fotos  Fotografien aus dem Heute gegenüber gestellt wurden, die von nahezu gleicher Stelle aufgenommen wurde. Wie sehr sich das Bild der Stadt Rheine im Laufe der Zeit verändert hat, zeigt dieser Bildband in beeindruckender Weise.


 

 

Übergabe der Münzsammlung an die Stadt Rheine

MunzsammlungFoto: Stadtpressestelle

Sie sind klein, sie sind rund und sie halten die Welt am Laufen… das behauptet zumindest Liza Minelli im Musical „Cabaret“. Die Rede ist von Münzen. Eine für die Stadt Rheine bedeutende Münzsammlung hat der Heimatverein Rheine 1877 e. V. im Verlauf der letzten Jahrzehnte zusammengetragen. Jetzt geht diese Sammlung in das Eigentum der Stadt Rheine über. Damit wird sichergestellt, dass die geprägte Geschichte unserer Stadt auch nachfolgenden Generationen zur Verfügung steht. Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann dankte Heinz Löring, dem Vorsitzenden vom Heimatverein Rheine, für die Bereitschaft, die Münzsammlung an die Stadt Rheine zu veräußern.

Es handelt sich um insgesamt 330 Münzen sowie einige Medaillen und Orden, die alle im vergangenen Jahr von dem Numismatiker Hermann Löchte im Auftrag des Heimatvereins katalogisiert und beschrieben wurden. Der Fachmann nennt als besonderes Highlight der Sammlung die Kupfermünzen der Stadt Rheine aus dem Jahr 1602. Nur in diesem einen Jahr erhielt die Stadt Rheine vom Münsteraner Bischof das Recht, eigene Münzen zu schlagen. Naturgemäß sind daher Münzen der Stadt Rheine sehr selten. In der jetzt übergebenen Sammlung befinden sich 8 Kupfermünzen als 3-Pfennig, 4-Pfennig, 6- und 12-Pfennig-Stücke, alle geprägt in Rheine.

Vielleicht noch spektakulärer ist der zur Sammlung gehörende „Rheiner Münzschatzfund von 1981“. „Ältere Rheinenser werden sich an die Auffindung dieses Schatzes auf einer Bauschuttdeponie am Waldhügel erinnern“, so Heinz Löring, Vorsitzender des Heimatvereins. Zwei Kinder einer türkischen Familie fanden damals beim Spielen auf der Deponie einige unscheinbare Metallplättchen, die unter ihrer Dreckkruste silbrig schimmerten. Die jungen Schüler zeigten die Fundstücke ihrem Lehrer Franz Greiwe. Der Lokalhistoriker identifizierte die kleinen Metallplättchen als Silbermünzen des 17. Jahrhunderts. Daraufhin wurde die Deponie über 6 Wochen hinweg systematisch untersucht. Das geschah unter Anleitung von Gerhard Reimann,  der zugleich Numismatiker und engagiertes Mitglied des Heimatvereins Rheine war. Es gelang, zusätzlich zu den 75 Münzen, die die Schüler entdeckt hatten, nochmal beinahe 100 weitere Münzen zu bergen sowie zahlreiche Tonscherben, die wohl vom Aufbewahrungsgefäß der Münzen stammen. Der Schatzfund, der in der Vergangenheit schon im Falkenhof Museum ausgestellt war und jetzt dorthin zurückkehrt, zeigt unter anderem, wie viele Münzen unterschiedlicher Herkunft aus den deutschen Kleinstaaten und aus den Niederlanden gleichzeitig in unserer Region als Zahlungsmittel im Umlauf waren. Er lässt Handelswege und Handelsbeziehungen erkennbar werden und ist eine historische Quelle von ganz besonderer Bedeutung für die Stadt Rheine.

Museumsleiterin Dr. Mechthild Beilmann-Schöner und Ursula Lütkemeyer M.A. setzten sich gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann dafür ein, dass diese Zeugnisse unserer Wirtschafts- und Sozialgeschichte als geschlossene Sammlung erhalten bleiben. Alle Beteiligten freuen sie darüber, dass die Münzsammlung sowohl für die wissenschaftliche Forschung als auch für die Öffentlichkeit dauerhaft zur Verfügung steht.

Hier einige Aufnahmen der Raritäten; Fotos: privat

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Arbeiten auf der Hofanlage Hovesaat

Wir haben auf der Hofanlage unseres  Heimathauses Hovesaat wieder eine Arbeitsgruppe von ehrenamtlichen Helfern.

Dank der Initiative von Peter Heckhuis treffen sich unsere freiwilligen Helfer jeden Dienstag, morgens um 9.30 Uhr am Heimathaus, um anfallende Instandhaltungs- oder Pflegearbeiten durchzuführen. Auf unserer Hofanlage gibt es immer viel zu tun. Es wäre schön, wenn viele ehrenamtliche Helfer kommen würden. Handwerkliches Geschick ist keine unbedingte Voraussetzung. Helfen können uns alle. Es gibt genügend zu tun.

 

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