Entstehung des Heimathauses

Die Volkstanzgruppe wurde im Jahr 1929 gegründet und gehörte bis 1969 der KAB St. Paulus in Rheine an. In diesem Jahr wechselte man die Vereinszugehörigkeit und schloss sich als selbstständiger Arbeitskreis dem Heimatverein Rheine an. Viele Auftritte in Deutschland und im europäischen Ausland sowie in Rundfunk und Fernsehen machten die Gruppe mit den überwiegend jugendlichen Tänzerinnen und Tänzern und ihren historischen Trachten des nördlichen Münsterlandes weit über die Stadt Rheine hinaus bekannt  und gefragt. In seiner mitgliederstärksten Zeit 1980 – 1982  ( nahezu 130 Mitglieder )  entstand im aktiven Kreis der Volkstanzgruppe der dringende Wunsch nach einem eigenen Vereinsheim, nach einem eigenen Raum für Übungsstunden, eigenen Räumlichkeiten zur Betreuung bei Gastbesuchen anderer Tanzgruppen  usw.. Dieser Wunschgedanke beherrschte insbesondere im Jahr 1982 jede Übungsstunde und viele Gespräche zwischen den jungen Tänzern. Für die Verhältnisse einer Volkstanzgruppe war ein nicht unerhebliches Vereinsvermögen ( Beiträge, Auftrittshonorare, Zuschüsse ) angespart worden und man war der Meinung, mit einem hohen Anteil an Selbsthilfe ein einfaches Vereinsheim auf die Beine stellen zu können. Es sollte kein neues Gebäude sein, sondern ein bestehendes, möglicherweise gut erhaltenes abbruchbereites Gebäude sollte irgendwo in Rheine wieder aufgebaut werden.

Im Sommer 1982 setzten sich 5 junge Männer, allesamt aktive Mitglieder der Volkstanzgruppe, an einem Samstagmorgen ins Auto, um ein entsprechendes Gebäude zu finden. Schon nach wenigen Stunden fand man ein solches Gebäude in Hopsten-Halverde und man wurde sich mit dem Eigentümer einig über den Kaufpreis und das weitere Verfahren. Vier Wochen später wurde dieses Gebäude ( ein ehemaliges Heuerhaus in Kombinationsbauweise Sandsteinbruchstein und Fachwerk ) nach vorherigem Aufmass, Kennzeichnung, fotografischer Dokumentation usw. abgebrochen und nach Rheine geschafft. Nach nur drei Tagen war selbst der letzte Fundamentstein ausgebuddelt und sichergestellt.
In den folgenden vier Jahren zeigte sich das eigentliche Problem der Angelegenheit. Es ließ sich kein passendes, verfügbares und gleichzeitig bezahlbares Grundstück finden. Das Hausmaterial war zwar gut und wetterfest gelagert, aber der Eigentümer der Lagerflächen wollte diese nicht unbegrenzt zur Verfügung stellen und in der Mitgliederschaft wurde der Wunsch nach baldiger Regelung deutlich.

Im Sommer des Jahres 1986 wurde dann die Information über den freistehenden Hof Wiggering auf der Hovesaat an den Vereinsvorstand herangetragen. Nach erster Besichtigung kam diese Anlage aufgrund des desolaten Zustandes und der absolut nicht gewünschten Größenordnung eigentlich nicht mehr in Frage. Intensive Gespräche im Kreis der Aktiven, Überlegungen zu Nutzungs- und Ausbaumöglichkeiten sowie die Integration des vorhandenen Hausmaterials aus Halverde in dieses Objekt  folgten und nach ca. zwei Wochen war man sich einig, dass man diesen riesigen Schritt doch gehen wollte. Nach Gesprächen mit dem Vorstand des Heimatvereins Rheine wurde dann im November 1986 zwischen der Stadt Rheine und dem Heimatverein Rheine 1877 e.V. ein Pachtvertrag über die Hofanlage auf der Hovesaat abgeschlossen mit der Maßgabe der Nutzung durch die Volkstanzgruppe. Nach einigen Monaten der Planung, Vorbereitung, Einholen der notwendigen Genehmigungen, Aufstellen von Anfangsfinanzierungen usw. wurde im Juli 1987 mit den Arbeiten begonnen.

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