Mitgliederversammlung 2026

Pressebericht MV 10.05.26 Mitgliederversammlung

11. Mai 2026

Mitgliederversammlung im Heimathaus Hovesaat
Heimatverein will sich stärker verankern

Der Heimatverein Rheine feierte im nächsten Jahr sein 150-jähriges Bestehen. Bei der Mitgliederversammlung ging es um die Festivitäten, aber auch darum, den Verein zukunftsfest zu machen.

Der Vorsitzende Manfred Konietzko gab einen Überblick über die regulären Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie regelmäßige Backtage, Fischessen oder Lagerfeuer.

Der Vorsitzende Manfred Konietzko gab einen Überblick über die regulären Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie regelmäßige Backtage, Fischessen oder Lagerfeuer. | Foto: Angelika Pries

Jubiläen werfen ihre Schatten voraus, was auch auf der Mitgliederversammlung des Heimatvereins Rheine 1877 deutlich wurde. 150 Jahre wollen im nächsten Jahr angemessen gefeiert und in diesem Jahr vorbereitet sein.
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Natürlich beginnt eine Versammlung auf der Hovesaat nicht mit trockenen Regularien, sondern mit Kaffee, Bienenstich und Apfelkuchen für die 80 Anwesenden. Vorsitzender Manfred Konietzko eröffnete dann den offiziellen Teil.

600 Mitglieder

Die Bedeutung des Heimatvereins Rheine im Kreis mit seinen etwa 600 Mitgliedern verdeutlichte Andreas Eyinck vom Leitungsteam des Kreisheimatbundes. Weitere Kurzvorstellungen machten deutlich, was das Leben an der Hovesaat bestimmt: das „Trio“ von Heimatverein, der Nabu mit der Versorgung der Streuobstwiese und das Kreisimkerzentrum mit seinen „Immen“.

Die Jahresberichte des Vorstands und der ehrenamtlichen Bereiche gaben Einblicke in die Vereinsarbeit. Wie anspruchsvoll es ist, beim Backen von jeweils 250 Broten und zehn Blechen Kuchen die Temperatur im Backhaus mit der Holzfeuerung zu steuern, machte Sebastian Spill deutlich. Viel Einsatz zeigen die Freiwilligen, die sich regelmäßig dienstags um die Außenanlagen kümmern. Unmengen von Fotos sind Schatz und Herausforderung des Photohistorischen Arbeitskreises. Bei der Pflege des Plattdeutschen, einem typischen Anliegen von Heimatvereinen, konnte Margret Pentzek eine Unterstützung durch Mitstreitende vermelden.

Mit einem Oldtimer-Bus ins Moor

Der Vorsitzende Manfred Konietzko gab einen Überblick über die Veranstaltungen des vergangenen Jahres wie etwa die Backtage. Als Besonderheiten stellte er die Ausstellung von Peter Heckhuis „Sie kamen, um zu arbeiten“ und einen Ausflug mit einem Oldtimer-Bus ins Moor vor. Die Gastgeberrolle des Heimatvereins füllte sowohl bei der Vorstellung des Kreisjahrbuchs als auch bei der Weddige-Lesung des Vereins Historische Altstadt die Tenne.

Bei den Regularien gab es neben dem satzungsgemäßen Kassenbericht durch Burkhard Remke, dem Bericht der Kassenprüfung und der anschließenden Entlastung des Vorstands als Besonderheit die Erweiterung des geschäftsführenden Vorstands um Hubert Wolters, der sich in dieser Rolle in den Verein einbringen will.

Großes Programm zum Jubiläum

Abschließend stand das Jahr 2027 im Fokus. Ein reichhaltiges Programm ist angedacht, vom Trachtenfest und plattdeutschem Jazzfrühstück über eine Sonder-Ausgabe der Zeitschrift „Rheine. Gestern. Heute. Morgen“, vorgestellt von Stefanie Remberg, bis zur flexiblen, digitalen „Jubiläumswand.“

Den Heimatverein unter dem Stichwort „Projekt 2045“ zukunftsfest zu machen, bleibt eine große Herausforderung. Der Appell an „Jungrentner“, sich im Verein einzubringen, kann als Indiz dafür gelten. Zukunftsmusik ist die Überlegung, die in der Stadt verstreuten Sammlungen an einem Ort zusammenzuführen und so den Verein in der Stadt selbst stärker zu verankern. Abschließend betonte Konietzko noch einen weiteren Aspekt. Der Heimatverein müsse versuchen, sich mit anderen Akteuren in der Stadt zu vernetzen und wie früher zu bestimmten Entwicklungen, wie etwa der Frage des Emswehrs, Stellung beziehen.